Jahresrückblick | 2016 - ein aufregendes Jahr!

Hallo ihr Lieben,

das Ende des Jahres naht in großen Schritten, also wird es Zeit für einen Jahresrückblick. Obwohl ich in der letzten Zeit nicht so viele Artikel online gestellt habe, wollte ich mir einen Jahresrückblick nicht nehmen lassen. Immerhin gehört das ja auch zu meiner persönlichen „Zielsetzungsstrategie“, dass ich mich am Ende des Jahres hinsetze und mein Jahr Revue passieren lasse, um zu sehen, wie ich mich so geschlagen habe.

Dieses Jahr gibt es ziemlich viel zu erzählen, denn, auch wenn ich mir im letzten Jahresrückblick vorgenommen habe, keine Ziele zu setzen (außer gesund werden natürlich), konnte ich nicht widerstehen. Deswegen kann ich hier und heute auch stolz verkünden, dass 2016 eines meiner produktivsten, kreativsten und ereignisreichsten Jahre schlechthin gewesen ist.


Im Januar habe ich mit dem Bullet Journaling angefangen. Das war ein riesiger Schritt in Sachen Personal Development und Zielsetzung. Nachdem ich vorher immer nur sporadische Neujahrsvorsätze gemacht habe, die nach ein paar Wochen wieder in Vergessenheit geraten sind, hat das Journaling dafür gesorgt, dass ich meine Ziele nie vergessen habe und immer daran gearbeitet habe. Ich habe ganze drei Notizbücher für dieses Jahr gebraucht, im Januar starte ich mit einem neuen und freue mich schon wahnsinnig darauf.

Die ersten Monate des Jahres waren noch ziemlich ruhig, da ich von Januar bis März immer noch mit der Chemo wegen meiner Brustkrebserkrankung beschäftigt gewesen bin. Da habe ich euch immer brav auf dem Laufenden gehalten und meine Gedanken zum Thema Leben geteilt. Rückblickend würde ich sagen, dass der Schock der Diagnose und die darauf folgende Therapie einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass ich mir mehr Gedanken darüber gemacht habe, was ich eigentlich von meinem Leben will.

Im März war ich dann eine Woche mit meiner Familie im Urlaub an der Nordsee, gleich darauf ging es quasi sofort ins Krankenhaus für die OP. Und ab da wurde mein Jahr dann wirklich spannend. In der Woche Krankenhaus erschien nämlich gleichzeitig „Love, Kiss, Cliff“ als E-Book und Taschenbuch (gerade noch 50% günstiger im Kindle Winter Deal!). Mein absolutes Highlight: Die Krankenschwester, die mich in den Neuerscheinungen entdeckt hat und gleich mal darauf angesprochen hat. Im April haben wir auch unser erstes eigenes Auto gekauft, das hat unser Leben um einiges leichter gemacht und wir möchten unsere „Rapunzel“ nicht mehr missen.

  


Der Mai stand ganz im Zeichen der Arbeit an „Ascheregen“. Größere Highlights waren die Wohnzimmerlesung bei meinen Eltern, die als Generalprobe für meine erste richtige Lesung diente, und die Kurzgeschichte „Die Welt, wie ich sie kannte“, die Anfang des Monats auf diesem Blog erschienen ist. Außerdem habe ich mit den Bestrahlungen angefangen, die sich bis in den Juni hineingezogen haben.

Deshalb ist im Juni nicht viel passiert. Ich war hauptsächlich zu müde und zu kaputt, um überhaupt viel zu denken. Wenn ich dann gearbeitet habe, dann war es aber immer an „Ascheregen“. Im Juli ging es dann wieder richtig rund. Mit Marnie Schaefers und Linda Schipp zusammen startete unsere erste große Leseaktion #5weeks5books, die wir mit einigen sehr inspirierenden Autoren durchgezogen haben. Auch meine erste Lesung in der örtlichen Stadtbibliothek hat stattgefunden und dann bin ich Mitte des Monats auch schon in die Reha abgereist.

Dazwischen die letzten Vorbereitungen für die Veröffentlichung von „Ascheregen“, die am 1. August stattfinden sollte. Das war ziemlich stressig, hat aber alles gut geklappt und so war ich schon wieder nicht Zuhause, als mein zweites Buch erschien.

Im August habe ich dann auch mein erstes Interview für die Zeitung gegeben. Das war eine ziemlich coole Erfahrung und ich hatte so unglaublich viel Spaß dabei. Weniger später folgte dann auch eine andere Zeitung des Umkreises und auch diesen Monat durfte ich mit „Hundert minus einen Tag“ im Adventskalender der Münsterschen Zeitung dabei sein.

Der September war dagegen ziemlich unproduktiv, aber dafür einer meiner absoluten Lieblingsmonate in diesem Jahr. Jens und ich sind mit unserer „Rapunzel“ nämlich für zwei Wochen an die Côte d’Azur gefahren. Ein richtiger Roadtrip mit Auto, Zelt und allem drum und dran! Ihr Lieben, es war so unglaublich schön dort, dass ich ganz sicher eine Geschichte schreiben werde, die dort spielt. Ich könnte mich auch gar nicht entscheiden, was mir persönlich am besten gefallen hat, weil einfach alles so hübsch und nett dort gewesen ist. Das darauf folgende Wochenende haben wir mit unserem Gleitschirmschnupperkurs verbracht. Das war auch unglaublich cool. Ich bin zum ersten Mal ohne Flugzeug geflogen, leider konnte ich nicht am ganzen Kurs teilnehmen, weil mein Arm das nach der OP nicht mehr verträgt und ich ziemlich schnell k.o. war. Aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis.



Im Oktober sind wir dann wieder mit meinen Eltern in den Urlaub gefahren. Dieses Mal ging es eine Woche an ein Strandhaus in den Niederlanden. Der Urlaub war unglaublich anstrengend, weil wir so viele Orte besichtigt haben, aber es war auch gleichzeitig wirklich wunderschön. Wenn ihr jemals Urlaub an der Nordsee machen wollt, dann nehmt die holländische. Dort ist alles so viel unkomplizierter als an der deutschen Küste.

Im November begannen dann die Arbeiten an „How to be Happy“, dem dritten Buch meiner Reihe. Den NaNoWriMo habe ich mit etwa 60k Wörtern beenden können, obwohl ich gleichzeitig an der Veröffentlichung von „Hundert minus einen Tag“ gearbeitet habe und Mitte Oktober wieder mit der Uni angefangen habe. Im November gab es außerdem die letzte Antikörper-Spritze und damit war dann offiziell ein Jahr nach Beginn der Diagnose um. Das haben wir natürlich ein bisschen gefeiert.

Im Dezember ist dann nicht mehr so viel passiert. Die Uni läuft und auch die Arbeit an „How to be Happy“ geht natürlich weiter, aber große Events gibt es bis Ende des Jahres nicht mehr. Vor ein paar Tagen hatte ich meinen Ultraschall, auf dem nichts zu sehen war, was irgendwie bedenklich wäre, aber meine Frauenärztin möchte trotzdem, dass ich im Januar noch einmal zum Senologen gehe, um eine zweite Meinung für die Narbenentwicklung zu haben.

Über das Jahr verteilt habe ich viele tolle, inspirierende Leute kennengelernt, Linda und Marnie zum Beispiel oder die Truppe, mit der ich in der Reha zusammen gewesen bin, und heute treffe ich mich auch zum ersten Mal mit Laura Labas. Darauf freue ich mich auch schon gewaltig. Ich habe viel an mir selbst gearbeitet und viel an meinem Umfeld. Ihr glaubt gar nicht, wie viele Sachen wir in diesem Jahr verkauft, verschenkt, weggeworfen haben, um in unserer Wohnung Schritt für Schritt auszumisten und unsere Lebenseinstellung auch auf unser Umfeld anzupassen. Das Gleiche habe ich auch mit meinem Leben gemacht: Dinge gekündigt, die mir keine Freude mehr gemacht haben und mich dafür mehr auf die Sachen konzentriert, die ich wirklich gerne mag.

Ich habe wieder angefangen mit Sport, bin nun in einem Fitnessstudio und gehe Laufen, um nächstes Jahr (was früher undenkbar gewesen wäre) an einem 10km-Lauf teilzunehmen. Netter Nebeneffekt: ich habe sechs Kilo abgenommen, seit ich in der Reha gewesen bin.

Auch mit meinen Freunden und meiner Familie habe ich viele schöne Dinge erlebt, es fühlt sich an, als wären wir dieses Jahr alle noch ein bisschen mehr zusammengewachsen. Auch die Hochzeitsplanung steht allmählich in den Startschuhen. Wir haben schon die Termine festgemacht und eine Location gebucht. Es fühlt sich verrückt an zu wissen, dass ich in nicht mal mehr einem Jahr verheiratet sein werde.

Gelesen habe ich dieses Jahr leider nicht so viel wie ich gerne hätte. Mit 55 gelesenen Büchern bin ich aber gar nicht schlecht dabei. Besonders gut finde ich es, dass ich so viele Bücher in Sachen Personal Development gelesen habe und mich von ihnen inspirieren lassen habe. Meine Highlights in diesem Jahr waren in Sachen Ratgeber „The Miracle Morning“ von Hal Elrod und „The ONE Thing“ von Gary Keller. Im belletristischen Bereich konnten mich „Ugly Love“ von Colleen Hoover, die „Angelfall“-Trilogie von Susan Ee und die „Bloodlines“-Reihe von Richelle Mead, so sehr begeistern, dass ich nicht aufhören wollte zu lesen.

Im Kino war ich insgesamt sechs Mal, was echt wenig ist, aber irgendwie gab es dieses Jahr auch nicht so viele Filme, die mich wirklich gereizt haben. Meine Highlights: „Ein ganzes halbes Jahr“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Obwohl der Artikel jetzt schon ziemlich lang ist, möchte ich euch natürlich einen klitzekleinen Ausblick auf 2017 nicht verwehren.

Was den Blog betrifft, wird euch im neuen Jahr eine Änderung erwarten. In den letzten Monaten ist es schon etwas angeklungen, dass dieser Blog nicht mehr zu mir passt. Ich habe zwar versucht, ihm nochmal Leben einzuhauchen, aber das hat mich mehr gestresst als glücklich gemacht. Was hier passieren wird, erfahrt ihr aber erst im nächsten Jahr.

Außerdem werde ich natürlich an „How to be Happy“ und „Wüstenrose“ arbeiten. Allerdings wird es auch hier voraussichtlich etwas länger dauern, als ich geplant habe. Nach der OP kann ich meinen linken Arm leider nicht mehr so belasten, wie ich das möchte, deshalb ist es mir nicht mehr möglich so viel am Stück zu schreiben, ohne dass mein Arm schmerzt und dick wird.

Auch ein anderes Projekt befindet sich gerade noch in der Ideenphase. Momentan überlege ich noch, ob ich damit an einen Verlag herantreten soll oder ob ich es lieber auf eigene Faust umsetzen soll. Insgesamt starte ich jedenfalls mit einem großen Katalog an Zielen ins neue Jahr, von denen ich hoffentlich alle umsetzen kann. Für die letzten Tage des Jahres habe ich mir vorgenommen, mal ein bisschen runterzufahren und die Zeit mit meiner Familie zu genießen. Deshalb werde ich mich auch bis zum 1.1.2017 aus den Sozialen Medien zurückziehen, falls ihr mich also ganz dringend erreichen wollt, dann per Mail an allthesespecialwords@web.de.

Danke für eure Unterstützung im letzten Jahr! Ihr bedeutet mir sehr viel!

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und bis dahin,
eure Kim.

Aktion | Gewinnspiel und Kindle Winter Deal

Hallo ihr Lieben,

heute schaue ich nur mal schnell vorbei, um euch Bescheid zu sagen, dass gerade zwei Aktionen zu meinen Büchern laufen.



Das E-Book von "Love, Kiss, Cliff" ist gerade 50% günstiger im Kindle Winter Deal! Zuschlagen lohnt sich also, wenn ihr für die Weihnachtszeit noch eine romantisch-witzige Unterhaltung in New York sucht!

Übrigens ist das die perfekte Gelegenheit, mit der Reihe anzufangen, bevor es im Januar eine Preisaktion zu Teil 2 geben wird und Ende Februar voraussichtlich Teil 3 erscheint. ;)

>> Hier geht's zum Winter Deal! <<




Außerdem verlose ich auf meiner Facebook-Seite gerade ein signiertes Taschenbuch und eins von drei E-Book von meiner Weihnachtsgeschichte "Hundert minus einen Tag". Bei mehr als 100 Teilnehmern lege ich die gleiche Menge noch einmal drauf. Wenn ihr also mitmachen möchtet, hopst schnell hinüber zur Facebook-Seite und tragt euch dort fürs Gewinnspiel ein. <3

>> Hier geht's zum Gewinnspiel! <<


Ich freu mich auf euch und wünsche euch einen schönen Nikolaustag! <3

Alles Liebe,
Kim

Jetzt wird's weihnachtlich! - "Hundert minus einen Tag" ist endlich da!

Wenn die Tage endlich dunkler werden und die Häuser in Lichtern erstrahlen, wenn der erste Schnee fällt und man sich mit einem Buch auf der Couch zusammenrollen möchte, wenn die Kamine angeworfen werden und die Weihnachtsmärkte die Städte romantisch werden lassen ...

... dann ist es an der Zeit für eine romantische Weihnachtsgeschichte!


Und die habe ich heute für euch im Gepäck! Meine neuste Geschichte "Hundert minus einen Tag" ist endlich als E-Book und Taschenbuch erhältlich. Die Novelle bietet auf 100 Seiten eine süße Romanze, die euch durch meine "Studienstadt" Münster führt.



Schreib mir eine Mail an allthesespecialwords@web.de, wenn du

* die Geschichte gerne lesen möchtest, aber ein anderes Format brauchst!
* Interesse an einer Kooperation im Sinne von Adventskalendern und Co hast!
* Blogger bist und die Geschichte gerne rezensieren möchtest!
* irgendein anderes Anliegen hast, das du gerne loswerden möchtest! 

Ich freue mich schon drauf, eure Meinungen zu Cameron und Alina zu hören und die Fotos zu sehen, die ihr mir mit den E-Books oder den Taschenbüchern schickt! <3 Das hier ist mein Weihnachtsgeschenk an euch (auch wenn es dafür noch ein bisschen früh ist) - aber ihr könnt sicher sein, dass ich vor Weihnachten auch noch ein oder zwei signierte Exemplare verlosen werde. ;)

Alles Liebe und einen wundervollen Sonntag,
Kim.

Gelesen | Paper Princess von Erin Watt

Ella ist ihr Leben lang davon gelaufen. Erst vor den Liebhabern ihrer Mutter und nach deren Tod dann vor dem Kinderamt. Eines Tages taucht Callum Royal auf und behauptet, das Sorgerecht für sie zu tragen. Er entführt sie auf sein Anwesen und zeigt ihr eine Welt, von der sie vorher nur geträumt hat. Es könnte alles so schön sein, wären da nicht seine fünf Söhne, die sie über alles hassen ...

Paper Princess ist der erste von drei Teilen in der Reihe von Erin Watt, welches ein Pseudonym für zwei Autorinnen ist. Das Buch fällt in die Kategorie New Adult, scheint mir ein Self-Publisher-Roman zu sein (jedenfalls habe ich keine Verlagsangabe gefunden) und ist bisher nur auf Englisch erhältlich (Edit: Das Buch erscheint im März 2017 im Piper Verlag). Aufgrund zahlreicher umgangssprachlicher Begriffe würde ich das Buch nur erfahreneren Englisch-Lesern empfehlen, zum Einstieg ist es nicht unbedingt geeignet.

Die Cover der Reihe haben mich überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht. Nachdem ich gelesen hatte, worum es geht, musste ich mir das erste Buch sofort bestellen und hab es dann auch ziemlich schnell begonnen und ebenso schnell beendet.

Die Protagonistin Ella ist 17 Jahre alt und arbeitet als Stripperin, um zunächst die Medikamente ihrer Mutter und dann ihren Lebensunterhalt bezahlen zu können. Als Callum Royal, der beste Freund ihres leiblichen Vaters, sie aus ihrem Leben entführt, kann sie ihr Glück natürlich kaum glauben. Er verlangt, dass sie in seiner Familie lebt wie eine Tochter, zur Schule geht und einen Abschluss macht. Für jeden Monat, den sie bei den Royals bleibt, bekommt sie Geld von ihm, das sie später für ihr Studium benutzen kann, wenn sie möchte. Der Haken an der Sache sind seine fünf Jungs, die absolut keine Schwester haben wollen und schon gar keine Stripperin. Sie versuchen sie heraus zu mobben, aber Ella ist ein sehr starker Charakter, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. An manchen Stellen habe ich sie für ihren Mut und ihr Rückgrat bewundert. Sie hat viel Humor und ist schlagfertig, zusammen mit ihr bin ich nur so durch die Geschichte gerauscht.

Reed Royal ist schnell das Objekt ihrer Begierde, obwohl er derjenige ist, mit dem sie am heftigsten aneinandergerät. Manch einer würde ihn Bad Boy nennen, ich empfand ihn aber irgendwie nicht so. Er war zwar manchmal ein ziemlich Idiot, aber gleichzeitig hatte er auch seine Prinzipien und Gründe, die dem Leser und Ella von vornherein klar waren.

Easton hingegen ist schon eine Nummer für sich. Ihn konnte ich anfangs überhaupt nicht ausstehen, nun gefällt er mir aber irgendwie am besten von den fünf Jungs. Die anderen drei Royals lernt man insgesamt nur wenig kennen, sie sind alle Idioten, klar, aber irgendwie süße Idioten. Zum Ende hin konnte ich mir wirklich gut vorstellen, wie es wäre, die fünf als Brüder zu haben. Ich glaube, ich würde sie alle bemuttern und ständig knuddeln. 

Der Plot der Geschichte konnte mich mit einer Menge an Was-zur-Hölle-Momenten mitreißen, so dass die Seiten nur so dahinflogen. Mit einigen Wendungen habe ich überhaupt nicht gerechnet (vor allem nicht mit diesem fiesen Ende!) und irgendwann habe ich dann auch das Denken eingestellt, um mich von der Geschichte in den Bann ziehen zu lassen.

Das kann dieses Buch nämlich außerordentlich gut. Trotz der vielen Klischees (Reichtum, High School Drama, heiße Bad Boys mit hartem Sixpack) konnte mich die Geschichte mitreißen. Ich habe mit Ella mitgefiebert und mit ihr gelitten, was vermutlich an dem köstlichen Schreibstil lag. Die Autorinnen nehmen kein Blatt vor den Mund und bezaubern den Leser mit einer außerordentlich bildlichen Sprache und witzigen Wortgefechten. So viel gelacht und geflucht habe ich beim Lesen schon lange nicht mehr.

Paper Princess ist eine witzige, spannende Unterhaltung für alle, die gerne mal etwas Leichtes zwischendurch lesen möchten. Fans von Anna Todd, Colleen Hoover und Plötzlich Prinzessin dürften dieses Buch lieben. Trotz der vielen Klischees konnten die Charaktere einen Platz in meinem Herzen erobern und ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf die nächsten beiden Bücher, weil ich gespannt bin, was Mr Royal zu seiner Verteidigung zu sagen hat. Trotz der vier Sterne Wertung war das Buch für mich aufgrund seines Schreibstils ein absolutes Highlight und ich werde noch lange davon schwärmen.



Infos zum Buch

Titel: Paper Princess
Reihe: The Royals (Paper Princess // Broken Prince // Twisted Palace)
Autor: Erin Watt (Website)
Verlag: Self-Publishing // deutsch: Piper Verlag
Erschienen: April 2016
Seiten: 370 Seiten
ISBN: 9781682304563

Geschrieben | NaNoWriMo 2016 - NaNo-Fragen 1

Es ist schon wieder soweit: In ein paar Stunden ist November und das bedeutet, der NaNoWriMo steht vor der Tür. NaNoWriMo, das ist kurz für National Novel Writing Month, und bedeutet, dass auf der ganzen Welt verrückte Autoren versuchen, 50.000 Wörter in 30 Tagen zu schreiben. Idealerweise haben sie damit einen ersten Entwurf für ihren Roman geschaffen. 

Wenn ihr meinem Blog schon länger folgt, wisst ihr, dass ich nicht zum ersten Mal teilnehme. 2013 und 2014 habe ich schon erfolgreich teilgenommen, letztes Jahr kam dann allerdings die Brustkrebsdiagnose daziwschen. Aber dieses Jahr ... dieses Jahr schreibe ich für euch an "How to be Happy", dem dritten Teil meiner Reihe. ("Love, Kiss, Cliff" und "Ascheregen" findet ihr bei Amazon.)

Weil ihr nun schon wieder eine Weile nichts mehr von mir gehört habt und mir leider die Zeit fehlt, um einen vernünftigen Blogbeitrag zu schreiben, dachte ich mir, ich beantworte Tinka Beeres NaNo-Fragen und stifte euch noch kurz vor knapp dazu an, am NaNoWriMo teilzunehmen. ;)





Frage 1: In wenigen Wochen ist es soweit, der NaNoWriMo beginnt. Ist dies dein erster NaNo und weißt du schon, was du schreiben möchtest?

Wie oben schon geschrieben, ist das nicht mein erster NaNo. 2013 habe ich zum ersten Mal teilgenommen und eine Geschichte geschrieben, die immer noch den grauenvollen Titel "Inselgeschichte" trägt und auf Überarbeitung wartet. Wenn ich heute in den Text schaue, schüttelt es mich übrigens, weil mein Schreibstil da noch Kraut und Rüben war.

2014 habe ich dann mit einer Fantasygeschichte angefangen, an der mein Herz immer noch hängt. Darin geht es um Frauen mit besonderen Gaben, einen Mann, der sein Herz verliert und eine Hexe, die alles wieder richten muss. Ich liebe diese Geschichte, aber ich hab mich darin so festgefahren, dass ich als Pause davon "Love, Kiss, Cliff" gestartet habe. Und was dann passiert ist, wisst ihr ja mittlerweile. ;)

Letztes Jahr wollte ich eigentlich einen neuen Versuch für diese Geschichte starten, aber dann kam die Diagnose dazwischen und mir fehlte die Lust, überhaupt zu schreiben. Für dieses Jahr habe ich mir allerdings wieder viel vorgenommen. Kurzfristig hatte ich überlegt, eine ganz neue Geschichte zu nehmen, aber mir fehlte die Zeit zum Plotten, also schreibe ich nun an "How to be Happy". :)


Frage 2: Wie bereitest du dich auf den NaNoWriMo vor?

Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viel geplottet und eine sehr detaillierte Outline erstellt, da ich hoffe, so nicht zu lange Schreibpausen machen zu müssen. Außerdem mussten natürlich die Charaktere ausgearbeitet werden. Ihr wisst ja, dass "How to be Happy" der dritte Teil meiner Reihe ist, und dort natürlich auch wieder Charaktere aus dem ersten Teil auftauchen (dennoch lassen sich die Geschichten unabhängig voneinander lesen). Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, dementsprechend haben sich die Charaktere aus dem ersten Teil natürlich auch weiter entwickelt. Ich will, dass diese Entwicklung für meine Geschichte auch eine Rolle spielt, deshalb musste ich mir das alles vorher schon überlegen.

Ein "NaNo-Survival-Kit", wie ihr auf manchen anderen Blogs vielleicht lesen werdet/gelesen habt, habe ich übrigens nicht. Ich bin gerade dabei abzunehmen, also bunkere ich die Schokolade lieber nicht Zuhause, sondern gehe mir im Notfall einfach eine Tafel kaufen. ;)


Frage 3: Welches Ziel hast du im NaNoWriMo? Reichen dir die 50.000 Wörter oder möchtest du mehr schaffen?

"Think Big" - eine der Lebensweisheiten, die ich aus Gary Kellers "The ONE Thing" mitgenommen habe. Ich habe zwar Physiotherapie, Arzttermine, Uni, Arbeit und Haushalt, aber trotzdem erreiche ich im Idealfall das Doppelte. Das habe ich in den ersten beiden Jahren auch schon fast geschafft (nur die Geschichten waren vorher vorbei), also denke ich, dass ich das auch dieses Jahr wieder schaffen kann. "How to be Happy" sollte eigentlich genug Stoff bieten, um die 100.000 dieses Mal wirklich zu knacken. ;)


Frage 4: Hast du eine spezielle Strategie für den NaNoWriMo? Möchtest du jeden Tag die gleiche Wortzahl schaffen oder du zu den Blitzstartern gehören, die die 50.000 Wörter schon nach den ersten Tagen erreichen?

Na ja, einen starken Start hinzulegen kann ja nie schaden. Den Dienstag nutze ich also für die ersten 10.000 - ich meine, das ist doch auch das Geniale am NaNo: Dieser Schreibrausch, in den man verfällt, wenn wirklich nichts anderes mehr wichtig ist, als die eigene Geschichte. Was die anderen Tage angeht: Wenn ich frei habe, werde ich so viel wie möglich schaffen, an allen anderen Tagen wenigstens das Minimum von 1667 Wörtern. Ist das schon 'ne Strategie?


Frage 5: Was erwartest du für dich und dein Schreiben vom NaNoWriMo?

Das Schreiben soll noch mehr zur Routine werden. Mittlerweile schreibe ich zwar schon wirklich viel (immerhin hab ich dann dieses Jahr drei Geschichten auf die Welt gebracht), aber ich würde das Schreiben gerne in meinen Tagesablauf integrieren und nicht immer nur dann schreiben, wenn mich gerade die Muse geküsst hat. 

Außerdem erwarte ich natürlich, dass meine Geschichte ziemlich zügig fertig wird, damit ich sie spätestens im Februar veröffentlichen kann. Ich kann euch ja unmöglich noch länger auf die Folter spannen. ;)

Und ihr? Nehmt ihr auch am NaNoWriMo teil? Wenn ja, wie sind eure Pläne?

Alles Liebe,
eure Kim.

Warum ein Bullet Journal der perfekte Begleiter für dich ist

Hast du dich auch schon mal gefragt, wo dieser verdammte Zettel mit der Telefonnummer hin ist? Oder wann noch mal dein wichtiger Termin gewesen ist? Wächst dir auch ständig alles über den Kopf und du hast das Gefühl, du vergisst alles, was wirklich wichtig ist?

Hast du manchmal das Gefühl, dass du in deinem Leben nur auf der Stelle trittst? Dass du jede Menge Träume hast, aber keinen davon wirklich erfüllst?



Dann könnte ein Bullet Journal genau die richtige Lösung für dich sein. Du denkst jetzt vielleicht, dass du kein Typ für Notizbücher oder Planer bist - dann solltest du trotzdem nicht aufhören zu lesen, denn genauso ging es mir auch! Egal, wie sehr ich mich bemüht habe, wie sehr ich organisiert sein wollte: Mit einem Planer bin ich höchstens zwei Wochen klar gekommen, dann hatte ich keine Geduld mehr für das System. Mein Bullet Journal führe ich nun aber schon seit Januar.

Was ist überhaupt ein Bullet Journal?


Ein Bullet Journal ist ein System, um seinen Tag, seine Gedanken, seine Wünsche und Ziele zu organisieren und alles an einem Platz zu haben. Erfunden wurde das System von Ryder Carroll, einem Produktdesigner aus New York, der auf seiner Website www.bulletjournal.com die Grundlagen erklärt. Zum ersten Mal gesehen habe ich das Bullet Journal bei BohoBerry, einer Bloggerin und YouTuberin, die mich gleich mit ihrer Motivation angesteckt hat.

Konkret ist das Bullet Journal einfach nur ein leeres Notizbuch, dessen Seiten du mit den Dingen füllen kannst, die dir wirklich wichtig sind. Ich benutze mein Bullet Journal, um meine Tage zu strukturieren, meine Termine zu organisieren, neue Ideen zu sammeln, Ziele zu setzen und anschließend zu evaluieren, um zu sehen, ob ich sie wirklich erreicht habe. Mein Bullet Journal fungiert also als Planer, Notiz- und Ideenbuch und Feedback-System.




* Kalender
Da du bei einem Bullet Journal keine vorgegebenen Blätter hast, kannst du deinen Kalender selbst gestalten. Ich habe zum Beispiel immer einen großen Überblick, dann einen Überblick über den Monat und für jeden Tag eine Seite. Wenn du zum Beispiel weniger zu tun hast (oder einfach nur weniger aufschreiben musst), kannst du es auch so machen wie viele andere und eine Doppelseite für eine Woche benutzen. Das habe ich eine Zeit lang ausprobiert, aber das war für mich persönlich zu wenig Platz. 
* Tagebuch
Wenn du meinen Beitrag zum Thema "The Miracle Morning: Vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher" gelesen hast, weißt du, dass ich neuerdings auch Tagebuch schreibe. Früher hatte ich auch dafür nie die Geduld, nun habe ich aber Spaß daran gefunden, weil ich einen festen Zeitraum habe, in dem ich kurz meine Gedanken notieren kann. Die kommen bei mir immer auf die Tagesseite, damit ich alles passend beisammen habe.



* Listen
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Listen in mein Bullet Journal schreiben. Listen mit Büchern, die ich gelesen habe, To-Do-Listen, Listen mit Filmen oder Serien, die ich noch sehen möchte - Es gibt so viele Möglichkeiten, Dinge aufzulisten und das Bullet Journal bietet dafür den perfekten Platz. Wenn du auch so ein Listenjunkie bist, wirst du ein Bullet Journal lieben.
* Tracker
Tracker werden von ganz vielen Bullet Journal Fans benutzt. Ich habe das am Anfang ausprobiert, um verschiedene Gewohnheiten zu entwickeln. Zum Beispiel, mehr Wasser zu trinken oder mehr Sport zu machen, aber Tracker sind etwas, was bei mir überhaupt nicht funktioniert. Deswegen lasse ich sie mittlerweile einfach weg. Die Tracker beruhen auf der Seinfeld Strategie: Also ein tägliches Kreuzchen für "erfüllt" und der Wille, die Kette nicht zu unterbrechen. Mein Wille war wohl nicht stark genug ... ;)




* Notizen und Ideen
Auch dieser Punkt spielt für mich eine große Rolle. Wann immer ich eine Idee habe oder mir irgendetwas merken will, schreibe ich es in mein Bullet Journal. So habe ich kein Zettelchaos mehr auf meinem Schreibtisch und keine zehn verschiedenen Notizbücher für zehn verschiedene Dinge. Ich sammele sowohl Ideen für neue Geschichten als auch Ideen zur Vermarktung oder mache mir Notizen zu den wichtigen Schritten vor einer Veröffentlichung. Oder Notizen zu Fachbüchern, die ich gelesen habe. Wenn es nach mir ginge, würde ich auch mein Studium nur noch mit einem Bullet Journal bestreiten, weil ich es einfach so angenehm finde, alles an einem Platz zu haben. Vielleicht probiere ich das im nächsten Semester aus und berichte dann, wie es funktioniert hat. 
* Motivation/Dekoration
Wann immer ich mal eine Seite verhunzt habe oder etwas Platz übrig habe, nutze ich diesen für ein bisschen Dekoration oder motivierende Zitate. Viele machen aus ihren Bullet Journals wahre Kunstwerke, für mich steht die Funktionalität im Vordergrund. Und da ich Worte liebe, finde ich Schrift sowieso schon schön genug. Um da Inspiration zu kriegen, bin ich also eher die falsche Anlaufstelle, aber weiter unten findet ihr ein paar inspirierende Links. ;)



Welche Erfahrungen habe ich mit dem Bullet Journal gemacht?


Wie bereits erwähnt, führe ich mein Bullet Journal nun seit Januar diesen Jahres. Mittlerweile habe ich das zweite Notizbuch angefangen, weil das erste voll ist. Vorher war ich immer einer dieser total unorganisierten Menschen, die ständig nach einem funktionierenden System gesucht haben. Ich habe Termine verpeilt, Geburtstage und wichtige Aufgaben vergessen, häufig bis spät in die Nacht gearbeitet, wenn mir irgendetwas siedend heiß eingefallen ist, was bis zum nächsten Tag fertig sein musste. Ich war immer wieder frustriert darüber, wie unorganisiert ich bin, aber ich kann dir sagen: die Tage sind endlich vorbei.

Mittlerweile schreibe wirklich alles auf, was wirklich wichtig ist. Das hat dazu geführt, dass ich die Sachen auch viel früher angehe und mehr als pünktlich fertig habe (es sei denn, ich prokrastiniere freiwillig ... aber das ist ein anderes Thema), weil ich sie einfach täglich vor Augen habe und daran erinnert werde. Genauso bin ich viel ordentlicher geworden und habe wichtige Informationen gleich zur Hand, wenn ich sie brauche, statt Stunden mit dem Suchen von irgendwelchen Zetteln zu verbringen.








Genauso geht es mir mit den Terminen. Früher hatte ich noch recht wenig Termine. Da waren regelmäßige Sachen wie Studium und Arbeit und unregelmäßige Termine, an denen ich meine Freunde getroffen habe oder auf Parties gegangen bin. Das konnte ich mir noch einigermaßen gut merken. Mittlerweile habe ich aber durch meine freiberufliche Tätigkeit als Autorin und durch die Krankheit auch noch jede Menge Termine mehr, die ich irgendwie unter einen Hut bringen muss. Ohne Planer wäre ich absolut aufgeschmissen.

Mein absoluter Lieblingspart am Bullet Journal ist aber die Möglichkeit, meine Ziele zu setzen und sie immer wieder zu überprüfen und anzupassen. Das mache ich zum einen mit dem Level 10 Life System. Zum Anderen habe ich mir dafür neuerdings noch eine weitere Methode überlegt, die ich euch in meinem Artikel zum Thema Zielsetzung vorstellen werde. Seit ich mein Bullet Journal führe, sind meine Träume nicht mehr nur Träume, sondern Pläne, an denen ich arbeiten kann. Ich erreiche nun auch viel mehr, weil ich den Weg kenne und nicht mehr ziellos umherirre (Beispiel: drei Bücher in einem Jahr veröffentlichen - das dritte kommt im November (!)).



Fazit


Durch mein Bullet Journal bin ich organisierter und zielstrebiger als je zuvor. Das habe ich zwar sicher nicht nur dem Bullet Journal zu verdanken, sondern auch den Lektüren, Blogs und YouTube-Kanalen, die mich Tag für Tag motivieren, aber ich glaube schon, dass das Bullet Journal bei mir für Kontinuität gesorgt hat. Ich kann mir meinen Alltag nicht mehr ohne meinen praktischen Helfer vorstellen und suche immer nach Wegen, mein Bullet Journal besser organisieren zu können. 

Wenn du also auch ein Bullet Journal führst, würde ich mich freuen, wenn du mir erzählst, wie deines so aussieht und ob es deinen Alltag auch so ungemein erleichtert hat.

Alles Liebe,
deine Kim.


Lass dich inspirieren (weiterführende Links!)


www.bulletjournal.com - Die Homepage des Begründers, auf der erklärt wird, was ein Bullet Journal überhaupt ist und wie es funktioniert.
www.bohoberry.com - BohoBerry's Homepage mit jeder Menge Inspirationsmaterial.
Level 10 Life - Ein Artikel von BohoBerry, in dem das Level 10 Life System erklärt wird.
Meine BuJo-Pinnwand bei Pinterest, falls ihr da mal vorbeischauen wollt. Überhaupt ist Pinterest einer der besten Orte, um nach Inspiration zu suchen.
www.tinyrayofsunshine.com - Ein weiterer Blog, der sich nur dem Bullet Journaling widmet.
Die Bullet Journal Junkies auf Facebook sind auch immer eine gute Inspirationsquelle.




Cover-Reveal und Ankündigung!

Hallo ihr Lieben,

es ist bald schon wieder so weit. Nur noch ungefähr anderthalb Monate müsst ihr euch gedulden, bis es etwas Neues von mir zu lesen gibt.

Die, die mich schon länger kennen, warten vielleicht schon sehnsüchtig darauf, diese Geschichte in ihrer langen Version zu lesen. Alle anderen freuen sich vielleicht darauf, meine beiden Herzchen kennen und lieben zu lernen.

Von wem rede ich denn da?

Genau! Cameron und Alina aus "Hundert minus einen Tag" bekommen endlich ihre eigene Novelle! Von so vielen gewünscht, nachdem die Kurzgeschichte vor zwei Jahren auf meinem Blog zu lesen war, habe ich mir jetzt die Arbeit gemacht und die Geschichte zu einer Novelle ausgeweitet, die pünktlich zur Weihnachtszeit erscheinen soll. Ich hoffe, ihr freut euch genauso sehr wie ich!

Um euch die Wartezeit zu versüßen, habe ich heute schon mal das Cover für euch!



Gefällt es euch? Lasst mich unbedingt wissen, was ihr vom Cover haltet!

Wenn ihr den Starttermin zum Vorbestellen nicht verpassen wollt, schaut doch mal auf meiner Facebook-Seite vorbei oder abonniert mich auf Twitter - dort poste ich die Neuigkeiten auf jeden Fall!

Alles Liebe,
eure Kim.

Gedacht | The Miracle Morning - Vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher?!

05:30 Uhr: Der Wecker klingelt. Einmal. Ohne den Snooze-Button zu betätigen, ohne noch drei weitere Wecker im Abstand von jeweils fünf bis zehn Minuten gestellt zu haben. Ich schalte den Wecker aus und das Licht ein, gähne und strecke mich, überlege für einen kurzen Moment, doch einfach weiterzuschlafen, bis ich von alleine wach werde. Aber mein Wille, das meiste aus meinem Tag herauszuholen ist stärker und so schwinge ich doch die Beine aus dem Bett, um durch die eiskalte Wohnung zu tapsen und erst einmal die Zähne zu putzen und ein Glas Wasser zu trinken.

Ich befolge Hal Elrods Tipps, um morgens wach zu werden und die Wahrscheinlichkeit zu senken, mich einfach wieder ins Bett zu legen, weil es dort so kuschelig warm und gemütlich ist. Wer kennt das nicht? Schlafen, bis zur allerletzten Minute? Sich in aller Eile anziehen und den Morgenkaffee auslassen, weil keine Zeit mehr dafür ist? Oder an freien Tagen so lange schlafen, dass der Vormittag schon fast wieder um ist und man sich abends fragt, wo die Zeit geblieben ist?



Ich bin ein Morgenmuffel. Einer von der Art, die zehn Mal aufwachen können, wenn es schon hell ist, und sich trotzdem umdrehen und weiterschlafen. Deswegen war ich auch schon skeptisch, als ich zum ersten Mal von Hal Elrods "The Miracle Morning: The Not-So-Obvious Secret Guaranteed To Transform Your Life (Before 8AM)" gehört habe. Ich war immer fest davon überzeugt, abends am besten arbeiten zu können und sah keinen Grund, das zu ändern, bis mein Freund vor ein paar Monaten seine Arbeitsstelle anfing.

Er hat sich gewünscht, dass wir morgens gemeinsam aufstehen und frühstücken, bevor er zur Arbeit fährt und die wenige Freizeit, die wir am Abend zusammen haben, auch wirklich für uns nutzen. Weil ich seinen Wunsch nachvollziehen konnte und mir gewünscht habe, dass es klappt, habe ich versucht, mit ihm früh aufzustehen, aber musste schnell feststellen, dass ich davon immer so müde war, dass ich mich um zehn Uhr noch einmal für eine Stunde hingelegt habe. Irgendwann bin ich dann morgens einfach liegen geblieben, damit ich am Tag wenigstens etwas auf die Reihe kriege, um die Abende zu haben (das hat übrigens auch nicht wirklich geklappt).

Vor ungefähr einer Woche habe ich dann endlich das Buch gelesen und beschlossen, dem Ganzen eine Chance zu geben, auch wenn ich nach wie vor misstrauisch war. Ich bin also noch ein ziemlicher Frischling, ABER ich bin begeistert und bisher habe ich noch keinen Miracle Morning verpasst.

Wie unser Denken unser Handeln beeinflusst


Hal Elrod war schon zwei Mal ganz am Boden. Einmal nach einem Autounfall, bei dem er starb und nach sechs Minuten erst wiederbelebt werden konnte, mit der Aussicht, nie wieder laufen zu können. Ein anderes Mal, als er sein Vermögen durch die Wirtschaftskrise verlor und dadurch in eine Depression verfiel. Beide Male hat er sich mit Willensstärke und viel Optimismus wieder nach ganz oben gekämpft. Heute ist er Bestsellerautor, Vater und Ehemann, Marathonläufer und erfolgreicher Coach. 

Er ist eine sehr inspirierende Persönlichkeit und spricht mir in ganz vielen Punkten aus der Seele. Deswegen habe ich sein Buch geradezu verschlungen und konnte jede Menge Vergleiche ziehen, so dass mir klar wurde, dass Erfolg etwas ist, was wirklich jeder Mensch haben kann. Ein paar der Lebensweisheiten aus dem Buch würde ich gerne mit euch teilen, bevor ich mehr zur Morgenroutine schreibe.

"Du kannst es nicht ändern? Dann denk' nicht mehr darüber nach!" - Manchmal erreichen wir einen Tiefpunkt in unserem Leben, manchmal bekommen wir sprichwörtlich einen Schlag ins Gesicht, aber was bringt es, sich darüber zu beschweren? Die Energie, die wir darauf verschwenden, uns zu fragen, wieso es ausgerechnet uns getroffen hat und was wir bitte getan haben, um so etwas zu verdienen, können wir viel besser auf etwas anderes verwenden. Zum Beispiel darauf, die Sachen zu ändern, die wir auch wirklich ändern können. (Die Zitate sind übrigens aus dem Englischen übersetzt, da ich die deutsche Version des Buches nicht habe - wundert euch also nicht über die teilweise merkwürdige Wortwahl.)

"Wo du nun stehst, ist das Ergebnis davon, wer du warst. Aber wo du hingehst, hängt ganz allein davon ab, wie du dich von diesem Augenblick an entscheidest." - Das ist eine der wichtigsten "Lebensweisheiten" für mich. Ich tendiere schnell dazu, Entscheidungen abhängig von dem zu treffen, wer ich einmal gewesen bin. Auch nach meiner Krebserkrankung hatte ich lange Zeit damit zu kämpfen, dass ich manche Sachen nicht mehr so gut konnte wie vorher. Das war anstrengend und frustrierend, aber letztendlich wurde mir klar, dass ich a) nichts daran ändern konnte und b) ich dafür mittlerweile auch ein anderer Mensch bin, dessen Glück und Erfolg nicht von Dingen abhängig sind, die in der Vergangenheit liegen. Ich habe für mich also beschlossen, nicht so oft zurückzublicken (höchstens um stolz auf das zu sein, was ich geschafft habe), sondern mich jeden Tag erneut für mein heutiges Ich zu entscheiden.

"Der Einfluss unserer Gedanken, Entscheidungen und Aktionen ist monumental, denn jeder einzelne Gedanke, jede Entscheidung und Aktion bestimmt, zu wem wir werden." - Auch davon habe ich vorher schon einmal gehört, aber erst durch dieses Buch wurde mir so richtig klar, wie groß der Einfluss unserer täglichen Handlungen und Gedanken wirklich ist. Es macht einen großen Unterschied, ob ich denke, dass ich etwas sowieso nicht auf die Reihe kriege und es deswegen gleich lasse, oder ob ich mir sage, dass ich etwas erreichen kann, weil ich es will und alles daran setze, es zu erreichen. Ein aktuelles Beispiel: Ich habe mir früher immer gesagt, dass ich einfach nicht joggen kann. Ich habe es so oft versucht und immer wieder frustriert aufgegeben, bis ich mir schließlich gesagt habe, dass mein Körper wahrscheinlich einfach nicht dafür gemacht ist. Aber jetzt, da ich weiß, dass Joggen das Brustkrebsrisiko um 25% senkt und sogar Hal Elrod einen Marathon gelaufen ist, obwohl es hieß, dass er wahrscheinlich nie wieder laufen kann, ist mir klar geworden, dass die Schuld daran ganz allein an meinen Gedanken gelegen hat. Und siehe da, plötzlich ist die Anstrengung nicht mehr unerträglich, sondern eine willkommene Herausforderung, an der ich wachsen kann.

"Ein außergewöhnliches Leben setzt sich hauptsächlich aus täglichen, regelmäßigen Verbesserungen in den Bereichen zusammen, die am meisten zählen." - Früher war ich immer jemand, der schnell frustriert war, wenn sich der Erfolg nicht augenblicklich einstellen wollte. Bestes Beispiel: Abnehmen. Je schneller, desto besser. Aber Leute, eigentlich ist es ganz einfach. Erfolg passiert nicht einfach so. Erfolg ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte in die richtige Richtung. Wenn ihr Tag für Tag kleine Verbesserungen in euer Leben lasst, wird sich das gewünschte Ergebnis irgendwann von ganz allein einstellen. Und so lange müsst ihr euch mit dieser Gewissheit zufrieden geben.

Die Life S. A. V. E. R. S. in meinem Morgenritual


Ich könnte euch jetzt noch jede Menge Zitate mehr bringen, aber ich denke, es bringt euch mehr, das Buch selbst zu lesen, da ihr einen anderen Fokus und andere Erwartungen an das Buch herantragt und euch somit vielleicht auch andere Stellen viel mehr zusagen. In meinem letzten Artikel habe ich meine Morgenroutine schon leicht angeschnitten. Heute möchte ich euch die Punkte noch einmal kurz erklären und euch erzählen, was ich für jeden Punkt mache.

S is for Silence - Stille

Stille am Morgen ist eine Herausforderung für mich. Nicht die äußerliche Stille (darin bin ich ziemlich gut), sondern die innerliche. Meine Gedanken rasen ununterbrochen und so ist es schon schwer für mich, fünf Minuten lang zu meditieren. Ihr müsst in der Zeit nicht meditieren, ihr könnt auch einfach so die Ruhe genießen, aber ich finde, sich fünf bis zehn Minuten nur auf seinen Atem zu konzentrieren, beruhigt die Gedanken und lässt einen entspannt in den Tag starten. Wir benutzen dazu eine App, die einen Gong zu Beginn und einen zum Ende ertönen lässt, um uns nicht mit einem Wecker aus der Meditation reißen zu lassen. Ich setze mich auch nicht besonders aufrecht hin und halte meine Hände auch nicht unbedingt in einer "meditativen Pose", sondern murmele mich in meinem Bademantel ein, setze mich bequem hin und schließe die Augen. Dann sage ich mir in Gedanken immer wieder etwas wie "Ich atme Stärke ein und ich atme Ängste aus" (was sich aufgeschriebener Weise wirklich bescheuert anhört, aber echt gut hilft). Ich merke immer wieder, dass ich plötzlich mit Gedanken woanders bin, aber dann schiebe ich diese einfach weg und konzentriere mich wieder auf meinen Atem.

A is for Affirmation - Bekräftigung

Mit dem zweiten Teil des Morgenrituals habe ich mich zugegebenermaßen auch etwas schwer getan. Aber ich merke jetzt schon, dass es offensichtlich etwas bringt, sich selbst zu bekräftigen, auch wenn man sich dabei zunächst sehr blöd vorkommt. Für weniger kreative Menschen gibt es auf der Miracle Morning Website Affirmationen zum Herunterladen, die etwas kreativeren Köpfe überlegen sich selbst, worin sie sich verbessern wollen und schreiben ihre Affirmationen selbst. Meine Affirmationen sind ungefähr eine DIN A4 Seite lang und decken verschiedene Bereiche meines Lebens ab. Darin beschreibe ich in der ersten Person Präsens die ideale Situation, um meine Gedanken darauf umzupolen. Zwei Beispiele:

Ich bin eine sehr gute Autorin. Ich habe keine Schreibblockaden und liebe es, stundenlang am Schreibtisch zu sitzen und an meinen Projekten zu arbeiten. Meine Bücher haben überwiegend gute Rezensionen und meine Leser warten schon gespannt auf die nächsten Geschichten. Ich schreibe gerne, weil ich mich und andere damit glücklich mache.

Ich bin gesund und nutze meine zweite Chance auf ein Leben, in dem ich die bestmögliche Version meiner selbst werde. Ich denke darüber nach, ob die Süßigkeit oder das Getränk wirklich sein muss, weil mir längerfristige Gesundheit wichtig ist. Ich bewege mich mindestens 30 Minuten am Tag, weil mir Sport gut tut und das Wiedererkrankungsrisiko drastisch senkt.

Ihr seht: Auch ich habe so einige Probleme damit, mich motivieren zu können und arbeite daran, Schreiben und Sport zu Gewohnheiten zu machen. Die Affirmationen helfen dabei, in dem man sie sich täglich sagt und das Unterbewusstsein sie irgendwann übernimmt. Das habe ich übrigens auch den Blog betreffend gemacht und siehe da, ich fühle mich wieder motiviert, hier zu schreiben. ;)

V is for Visualization - Visualisierung

Etwas visualisieren zu können ist ein sehr mächtiges Instrument. Je besser man sich etwas vorstellen kann, umso besser klappt es in der Realität wahrscheinlich auch. Ich muss zugeben, ich bin noch nicht so wirklich talentiert darin, meinen kompletten Tag zu visualisieren, ohne dass meine Gedanken abdriften. Mir reicht es meistens schon, mich beim Joggen glücklich darzustellen, um die kurz darauf folgende Runde zu überstehen. Außerdem nehme ich mir dann noch einmal meine Ziele für die Woche und den jeweiligen Tag zur Hand (einen Beitrag über Zielsetzung werde ich demnächst auch noch schreiben) und schaue, was ich erledigen muss/will/sollte. Mir jeden Tag meine Ziele vor Augen zu führen, macht sie greifbarer und damit automatisch auch schneller erreichbar. Seit ich meine Ziele aufschreibe und regelmäßig evaluiere, erreiche ich viel mehr.

E is for Exercise - Bewegung

Dieser Punkt gehört wenig überraschend zu meinen verhasstesten. Sein Blut morgens schon vor acht Uhr in Wallungen zu bringen, sorgt nicht gerade für Stimmung, ABER wenn ich dann um halb neun frisch geduscht und fertig gefrühstückt am Schreibtisch sitze, bin ich ziemlich stolz darauf, dass ich schon Sport gemacht habe. Der Gedanke daran hilft mir dabei, den Sport durchzuhalten.

Hal Elrod rät in seinem Buch dazu, das Herz wenigstens einmal auf Trab zu bringen. Sei es, in dem man 100 Hampelmänner macht, eine Runde Joggen geht oder ein paar Yoga-Übungen macht. Da ich morgens mehr als genug Zeit habe, nutze ich die frische Morgenluft für eine 30-minütige Joggingrunde mit meinem Freund. Das ist echt anstrengend und mittlerweile auch ziemlich kalt, wenn noch nicht einmal die Sonne aufgegangen ist, aber ich freue mich jedes Mal wie ein Bär, wenn ich die Runde komplett durchlaufen konnte und an meiner Kondition arbeiten konnte, die nach der Therapie doch stark abgenommen hat. Wer lieber Yoga machen möchte, dem kann ich zum YouTube-Kanal "Yoga with Adriene" raten, wer lieber ein bisschen mehr Action hat, kann sich mal Darebees Workouts anschauen. Die sind nicht so zeitaufwendig, machen Spaß und bringen schnelle Ergebnisse.

R is for Reading - Lesen

Mein absoluter Lieblingspart am Morgen: das Lesen. Hier ist es aber wichtig, dass es Non-Fiction ist und ihr auch wirklich was dazu lernt. Drei Buchtipps habe ich euch in meinem letzten Artikel ja schon gegeben, meine Leseliste stelle ich euch auch bald vor. Gestern habe ich "Darm mit Charme" von Giulia Enders beendet und nun lese ich "Think and Grow Rich" von Napoleon Hill. Selbst mein Freund, der sonst eigentlich überhaupt nicht gerne liest, freut sich über die Möglichkeit, jeden Tag ein bisschen dazuzulernen.

S is for Scribing - Schreiben

Auch der letzte Teil der Morgenroutine gefällt mir echt gut. Früher konnte ich mich nie zum Tagebuch schreiben aufraffen. Mittlerweile führe ich zwar ein Bullet Journal, aber auch da habe ich nur ganz selten richtige Tagebucheinträge geschrieben. Jetzt nutze ich diesen Teil der Morgenroutine, um kurz die Erfolge des letzten Tages zusammenzufassen, zu sagen, wie es mir geht und was ich für den Tag geplant habe. Ich denke, in einem halben Jahr werde ich sicher noch einmal zum Anfang zurückblättern und die Einträge durchlesen, um zu sehen, was ich in der Zeit alles erreicht habe. Darauf bin ich jetzt schon sehr gespannt.

Die einzelnen Teile könnt ihr variieren, wie es euch am besten passt. Ich fange morgens mit der Meditation an, gehe dann über in die Affirmationen und die Visualisierung, dann schreibe und lese ich und dann geht es ab nach draußen. Für mich gehört die anschließende Dusche, ein leckeres Frühstück und ein guter Cappuccino dann noch dazu, bevor ich wirklich in den Tag starte. So hatte ich einen entspannten Morgen, an dem ich schon jede Menge für mich selbst getan habe und kann voller Motivation in den Tag starten.

Übrigens bin ich dafür Abends immer richtig platt. In letzter Zeit ist es selten vorgekommen, dass ich nach zehn Uhr noch wach gewesen bin. Aber ganz ehrlich: Das finde ich sogar gut so - immerhin habe ich jetzt meinen Morgen zusammen mit meinem Freund und bin spätestens um sechs mit meiner To-Do-Liste fertig, so dass wir auch den Abend gemeinsam genießen können.

Seid ihr nun motiviert, auch zum Frühaufsteher zu werden?

Hinterlasst mir einen Kommentar mit euren Wünschen und Anregungen zu weiteren Artikeln dieser Art - ich bin gerade hochmotiviert! ;)

Alles Liebe,
eure Kim.



Gedacht | Was ist dein Lebenssinn? (+ 3 Bücher, die mein Denken verändert haben)

Vor zwei Jahren hätte ich noch hier an meinem Schreibtisch gesessen und eine Rezension für euch geschrieben, bevor ich mich vielleicht vor den Fernseher gesetzt hätte, um ein paar Folgen meiner Lieblingsserie zu suchten oder gleich das nächste Buch zu verschlingen (versteht mich nicht falsch - an manchen Tagen vermisse ich dieses Leben auch!), aber heute - heute kann ich hier sitzen und sagen, dass sich mein Leben ganz schön verändert hat.

Klar ist da die Sache mit dem Krebs, aber das meine ich gar nicht. Ich meine die Art und Weise, wie ich mich weiterentwickelt habe. Was ich dazugelernt habe. Was mich geprägt hat. Welche Ziele ich erreicht habe. Wie ich überhaupt gelernt habe, konsequent an meinen Zielen zu arbeiten.



Sowas bekommt man nämlich in den seltensten Fällen mit auf den Weg gegeben. Ich war zwar schon immer ehrgeizig und irgendwie auch zielstrebig, aber die erste Zeit meines Studiums habe ich auf so richtig typische Studentenart vertrödelt, weil ich

a) Probleme damit hatte, plötzlich erwachsen zu sein und Verantwortung zu tragen

und

b) keine Ziele abgesehen von einem Studienabschluss hatte.

Dann entdeckte ich YouTube für mich. Zuerst waren es nur Booktube- und Make-Up-Videos, aber schnell kamen inspirierende Persönlichkeiten dazu, die über Bullet Journaling, Minimalismus oder Finanzen reden, als hätten sie wirklich eine Ahnung von dem, was sie da machen. Das wollte ich für mich auch, also habe ich mir vorgenommen, mich mit Personal Development auseinanderzusetzen.

Was ist Personal Development?


Personal Development beschreibt eigentlich nichts anderes als die persönliche Entwicklung. Durch verschiedene Einflüsse in unserem Leben entwickeln wir uns ständig weiter. Erfahrungen, Gespräche und Gelerntes sorgen dafür, dass wir neue Denkmuster bilden und Dinge mit unserem neu erlangten Wissen bewerten. Personal Development ist ein lebenslanger Prozess, den wir drastisch verbessern können, in dem wir uns bewusst sind, dass wir unsere persönliche Entwicklung selbst steuern können.

Das gehört zum Beispiel dazu:

* Zeitmanagement
* Zielsetzung/-erreichung
* Willensstärke
* lebenslanges Lernen
* den Lebenstil/die Lebensqualität verbessern
* finanzielle Bildung
* Gesundheit und Fitness verbessern
* Stärken und Talente entdecken und ausbauen
* einen Lebenssinn finden und mit vollem Potenzial leben

Ihr seht, Personal Development hat viele Ebenen, die man für sich selbst festlegen und verbessern kann. Besonders den letzten Punkt empfinde ich als sehr wichtig, wenn man in seinem Leben etwas erreichen möchte.

Der Sinn des Lebens


Einen Lebenssinn zu finden, fällt nicht allen Menschen leicht. Ich habe schon so viele Menschen getroffen, die unzufrieden sind mit dem, was sie gerade machen und das möchte ich für mich nicht. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, ein 0815-Leben zu leben und auf Nummer sicher zu gehen, denn wenn ich eins gelernt habe, dann das man sowieso nicht auf Nummer sicher gehen kann.

Ich brauchte noch nicht einmal an Krebs zu erkranken, um zu wissen, dass es im Leben keine Garantien gibt. Dazu muss ich mir nur anschauen, wie viele Leute ihren Job verlieren oder immer damit rechnen müssen, dass sie die Kündigung bekommen. Ich brauche mir nur den Wirtschaftsteil in der Zeitung oder die Schlagzeilen anschauen, um zu wissen, dass es sehr wahrscheinliche keine Rente mehr gibt, wenn ich das Alter erreicht habe. Und dann kommen noch Krankheiten und Unfälle dazu, die unter Umständen sowieso dazu führen, dass man gar nicht alt genug wird, um überhaupt noch eine Rente zu bekommen. Ist so ein Leben also wirklich noch auf Nummer sicher gehen?

Oder ist es nicht eigentlich genauso risikoreich, wie ein Leben nach seinen Träumen zu gestalten?

Versteht mich nicht falsch. Wer seinen Job liebt und sich nichts anderes vorstellen kann, ist so sicher gut aufgehoben. Nicht jeder hat große Träume, nicht jeder erwartet Tag für Tag mehr von seinem Leben. Aber ich glaube, dass ihr diesen Artikel lest, weil ihr insgeheim ahnt, dass ihr mehr von eurem Leben haben könntet.

Und dafür müsst ihr wissen, was euer Lebenssinn ist (oder auch zwei oder drei - das ist auch in Ordnung, wenn ihr euch nicht entscheiden könnt). Erst, wenn ihr wirklich wisst, was ihr vom Leben wollt, könnt ihr eure Energie auf das Erreichen eurer Ziele fokussieren.

Meinen Lebenssinn habe ich so festgelegt:

Ich möchte Menschen mit meinen Geschichten eine Ausflucht aus dem Alltag schenken und sie unterhalten. Außerdem möchte ich inspirieren, motivieren und helfen in den Gebieten, die mich interessieren.

Seit ich weiß, dass ich mich damit am glücklichsten machen würde, weil ich so auf meine Weise einen Teil zur Menschheit beitragen kann, bin ich viel produktiver und aktiver. Ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht hätte, um ein Buch zu veröffentlichen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreiten möchte. Ich weiß auch nicht, wie lange ich für die nächsten Projekte gebraucht hätte, die in den kommenden Monaten anstehen.

Vielleicht hätte ich sie nie umgesetzt, sondern würde brav weiter zur Uni gehen (was ich auch mache, weil so ein kleines bisschen auf Nummer sicher gehen will ich dann doch ...) und am Ende meines Lebens die Dinge beweinen, die ich alle nicht gemacht habe. Ich bin zuversichtlich, dass jeder, der seinen Lebenssinn kennt und alles dafür gibt, seinen Weg bestreiten wird. Vielleicht ist es auf den ersten Blick nicht immer so leicht, wie der 0815-Weg aussieht, aber wenn wir dann darüber nachdenken, dass die allermeisten Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrer Arbeitsstelle oder ihrem Gehalt sind und Wirtschaftskrisen und Kriege nicht abnehmen werden, nur weil wir uns das so wünschen, dann ist es vielleicht doch genauso "einfach" seine Träume zu verwirklichen.

So bin ich aber mitten im Thema drin und habe vor, euch in der kommenden Zeit auch mit Artikeln dazu zu inspirieren. Heute möchte ich euch drei Bücher vorstellen, die man komplettes Denken umgekrempelt haben und dafür gesorgt haben, dass ich kontinuierlich an mir arbeite.

Drei Bücher, die mein Denken verändert haben


The ONE Thing: The Surprisingly Simple Truth Behind Extraordinary Results - Gary Keller mit Jay Papasan

The ONE Thing ist eines der ersten Bücher, die ich in diese Richtung gelesen habe. Die Frage, die dahinter steht: Was ist die EINE Sache, die ich machen kann, damit alles andere leichter oder sogar unnötig wird?

Gary Keller geht auch in diesem Buch auf den Lebenssinn ein und fragt den Leser, was die eine Sache ist, die ihn morgens aufstehen und weitermachen lässt, wenn er müde und ausgelaugt ist. Diese Frage für mich zu beantworten, hat mich sehr viel weitergebracht. Ich bin ja oben schon ausführlich auf den Lebenssinn eingegangen und kann euch nur sagen, dass ich diese Frage für sehr, sehr wichtig empfinde.

Zum ersten Mal hat mir dieses Buch auch gezeigt, dass Erfolg nicht Zufall, sondern harte Arbeit ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wenn man eine richtige Sache nach der anderen macht, führt das irgendwann zu Erfolg. Sänger zum Beispiel, die auf den ersten Blick einfach nur Glück haben, dass sie so erfolgreich sind, haben vielleicht harte Arbeit in ihr "Talent" gesteckt. Vielleicht haben sie schon jahrelang Gesangsunterricht genommen, YouTube-Videos aufgenommen und geschnitten, an Straßenecken gestanden, um zu singen und so ihren Unterhalt zu bestreiten. Und vielleicht waren das alles genau die richtigen Schritte zum Erfolg.

Wenn es schlecht läuft, dann liegt das nicht unbedingt an unserem Schicksal, sondern viel eher daran, dass wir nicht die richtigen Schritte nacheinander machen. Wir sollten unseren Fokus dann auf die eine Sache legen, die alles andere unnötig oder leichter machen würde, und sollten bald eine Verbesserung feststellen können. 

The ONE Thing hat mich auch zum ersten Mal über das Konzept "Think Big" aufgeklärt, das mir zwar vorher schon bekannt war, ich damit bisher aber eher weniger anfangen konnte. Es wurde klar, dass niemand weiß, bis wohin sein Erfolg reichen kann und man deshalb auch nur erfolgreich sein kann, wenn man große Träume und Ziele hat. Je größer man seine Möglichkeiten einräumt, umso größer ist auch das Potenzial hinter diesen.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich dieses Buch sehr stark geprägt hat, weil ich Gary Kellers Worte zu 100% unterschreiben würde. Es hat mir gezeigt, dass Erfolg nicht mit Glück gleichzusetzen ist und deshalb für jeden erreichbar ist, der weiß, wie es geht. Dank dieses Buches habe ich mir in den Kopf gesetzt, meinen Lebenssinn wirklich durchzusetzen und mich persönlich immer weiterzuentwickeln.

"A life worth living might be measured in many ways, but the one way that stands above all other is living a life of no regrets." - Gary Keller

Tipp: Das Buch gibt es leider immer noch nicht auf deutsch, aber ich kann euch versprechen, dass das Englisch nicht schwer ist. Wer aber trotzdem keine Lust darauf hat, das Buch zu lesen, kann auch einfach mal nach Zusammenfassungen suchen. Die gibt es eigentlich zu allen größeren Personal Development Büchern.


Rich Dad, Poor Dad - Robert T. Kiyosaki


Um dieses Buch bin ich lange Zeit herumgeschlichen, was hauptsächlich daran lag, dass ich nie so richtig gelernt habe, mit Finanzen umzugehen. Klar, meine Eltern haben mir eine solide Grundausbildung gegeben, aber so richtig Ahnung hatte (und habe) ich immer noch nicht (was vielleicht auch daran liegt, dass man sowas in der Schule nicht lernt!).

Das war ein Grund dafür, dass ich solange mit mir gehadert habe. Der andere war der, dass ich mir schlicht und einfach nicht vorstellen konnte, etwas über Geld zu lesen, wenn doch über Geld sprechen schon immer mit einem schamhaften Gefühl verbunden ist. Wer spricht schon gerne über Geld?

Dass ich mich letztendlich dazu aufgerafft habe, das Buch zu kaufen, lag daran, dass es im Kindle Deal für 0,99€ zu haben war und ich es kurzerhand gekauft habe, weil ich schon viel Gutes davon gehört habe. Ich habe es dann auch ziemlich schnell gelesen und kann euch sagen, dass es meine Sicht auf Finanzen drastisch geändert hat. Das Buch ist an manchen Stellen ein bisschen überzogen und ich würde auch nicht unbedingt alles unterschreiben, was Robert Kiyosaki sagt, aber es haben einige Essenzen in dem Buch gesteckt, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Zunächst einmal beschreibt er, dass die Mehrheit der Menschen für ihr Geld arbeitet, die wirklich Reichen aber gelernt haben, das Geld für sich arbeiten zu lassen. Er verdeutlicht, dass für sein Geld zu arbeiten, niemals finanzielle Freiheit bedeuten kann, weil man a) seine ganzen Leistungen in die Firma oder den Staat investiert, bei dem man angestellt ist und b) auch noch fast die Hälfte seines Lohnes sofort abgeben muss.

Reiche Menschen machen es ihm zufolge so, dass sie ihre Ausgaben und Verbindlichkeiten minimieren. Sie leben also sparsam, bauen Schulden ab bzw. nehmen erst gar keine Kredit auf, wenn sie nicht sicher sind, dass sie diese innerhalb kurzer Zeit locker wieder ausgleichen können und arbeiten stattdessen daraufhin, Vermögenswerte zu erwerben, die ihnen Geld einbringen. Vermögenswerte sind Unternehmen, die ohne die eigene Anwesenheit auskommen, oder Immobilien, die nicht selbst genutzt werden, Aktien oder Anleihen, Investmentfonds, Schuldscheine oder auch Tantiemen. Alles das, wofür man nicht aktiv sein muss.

Dazu sagt Kiyosaki, dass man sich ein breitgefächertes Wissen in vier Bereichen aneignen sollte: Buchhaltung, Investition, Marktverständnis und Gesetz.

Ich gebe zu, heute verstehe ich noch nicht alles von dem, was er da geschrieben hat. Ich habe zum Beispiel bisher noch recht wenig Erfahrung, was die Wirtschaft angeht, aber dank dieses Buches weiß ich nun, in welche Gebiete ich weiter vordringen möchte. Seine Worte ergeben Sinn für mich, denn jemand, der nicht mehr für sein Geld arbeiten muss, hat folglich mehr Zeit für seine Familie und die Dinge, die ihm wirklich Spaß machen. Deshalb finde ich es nur lohnenswert, mich in diesem Bereich weiter fortzubilden.

Außerdem hat mir Rich Dad, Poor Dad auch die Augen geöffnet, was finanzielle Bildung angeht. Mir ist klar geworden, dass ich nie wirklich viel sparen werde oder mir nie wirklich große Träume erfüllen kann, wenn ich nicht lerne, wie man richtig mit Geld umgeht. Seit ich dieses Buch gelesen habe, bin ich motiviert, das Beste aus meinen Finanzen herauszuholen und allein deshalb gibt es von mir schon eine Leseempfehlung. Das Buch und einige weitere von ihm gibt es auch auf deutsch.


The Miracle Morning: The Not-Sp-Obvious Secret Guaranteed to Transform Your Life Before 8AM - Hal Elrod


Dieses Buch habe ich erst vor ein paar Tagen beendet und das Prinzip gleich umgesetzt. Hal Elrod ist eine sehr inspirierende Persönlichkeit. Er geht sehr stark darauf ein, was ihn überhaupt dazu getrieben hat, zu dem zu werden, der er heute ist, und erzählt dabei von seinem Autounfall, bei dem er gestorben ist und wiederbelebt wurde, nur um dann einige Tage im Koma zu liegen und aufzuwachen mit der Aussicht, nie wieder Laufen zu können. Mal abgesehen davon, dass die Ärzte nicht wussten, wie viel Schaden sein Hirn genommen hat.

Mittlerweile ist er einen Marathon gelaufen und hat mit seinem Miracle Morning eine Morgenroutine geschaffen, die eine ganze Bewegung nach sich gezogen hat und von ganz vielen (erfolgreichen) Menschen auf der ganzen Welt praktiziert wird. Eigentlich ist es ganz einfach und auch kein großes Geheimnis, aber in dem er es zu einer festen Routine gemacht hat, gleich viel leichter umzusetzen (auch für absolute Morgenmuffel wie mich).

Auch hier geht es allen voran um Personal Development und um die Frage, wie man das täglich in sein Leben einbringen kann. Dazu steht man einfach eine Stunde früher auf und nimmt sich die Zeit dafür. Was sich zunächst grausam anhört, ist gar nicht so schwer, weil man nach dieser Morgenroutine das Gefühl hat, gleich erfolgreicher in den Tag zu starten. Neben einer Strategie fürs Aufstehen und seinen sechs Life S.A.V.E.R.S., geht er auch auf jeden Menge andere universale Wahrheiten ein. Da ich mir einige tolle Stellen markiert habe, werde ich aber sicher noch einen zweiten Artikel zu dem Thema schreiben.

Erstmal erzähle ich euch im Kurzformat von den Life S.A.V.E.R.S.: Die stehen für S - Silence, A - Affirmation, V - Visualization, E - Exercise, R - Reading und S - Scribing. In einer einstündigen Morgenroutine würde man jedem dieser Punkte etwas zehn Minuten einräumen. Während der "Silence"-Phase genießt man die Ruhe, meditiert vielleicht sogar, um entspannt in den Tag zu starten. Während der "Affirmations" sagt man sich immer wieder positive Sachen, die so irgendwann vom Unterbewusstsein geglaubt werden (z.B.: "Ich bin eine großartige Autorin. Ich liebe meine Arbeit und habe keine Schreibblockaden. Ich sitze gerne stundenlang am Schreibtisch statt YouTube-Videos zu gucken, weil meine Leser begeistert sind und sich so sehr auf mein neues Buch freuen ... Ihr wisst, was ich meine?). In der "Visualization" malt man sich aus, wie etwas abläuft. Das kann der Tag im einzelnen sein oder auch das Ziel, welches ihr mit eurer Arbeit erreichen wollt. Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie ich mit breitem Grinsen leichtfüßig meine Joggingrunde drehe oder total motiviert am Schreibtisch sitze und arbeite. "Exercise" - ja, der Part, der mich am Stolzesten macht, aber auch am meisten Überwindung kostet. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie genial es ist, wenn man um acht Uhr morgens schon eine halbe Stunde joggen gewesen ist oder zumindest zehn Minuten irgendwelche Übungen gemacht hat. "Reading" gehört auch dazu und da sollte es nicht unbedingt der nächste Liebesroman sein (es sei denn, es ist meiner ;) ), sondern ein Buch, aus dem man etwas lernt. Drei Bücher stehen euch ja jetzt schon zur Auswahl. Meine aktuelle Morgenlektüre ist Darm mit Charme. Auch dazu gehört "Scribing", was bedeutet, dass man sich am Morgen Zeit für einen kurzen Tagebucheintrag nimmt. Wie man diesen gestaltet, ist ganz von einem selbst abhängig. Ich nutze die Phase im Moment, um den letzten Tag Revue passieren zu lassen und meine Ziele für den heutigen festzulegen. Wenn ich das ein ganzes Jahr gemacht habe, ist es bestimmt interessant, die Einträge noch einmal zurückzuverfolgen.

Ja, und das war es eigentlich auch schon. Die anderen Lebensweisheiten aus dem Buch finden in einem anderen Artikel Platz und bis dahin empfehle ich euch, das Buch zu lesen und gleich an euch selbst zu arbeiten. Die englische Kindle Version kostet gerade recht wenig, das Buch gibt es aber auch auf deutsch. Und wer gar nicht lesen möchte, findet ein Starterkit auf www.miraclemorning.com.

Das war wieder ein sehr langer Artikel, dafür, dass es der erste nach meiner Blogpause ist. Ich habe mir das Ziel gesetzt hier mal aufzuräumen und alles zu aktualisieren und hoffe, meine Motivation zum Bloggen reicht noch für ganz viele neue Artikel.

Wenn euch der Artikel gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr ihn teilt. Wenn ihr Wünsche habt oder Vorschläge für weitere Artikel in diese Richtung, schreibt mir unbedingt einen Kommentar und beantwortet dabei doch die folgende Frage:

Was ist die eine Sache, die dich morgens aufstehen und weitermachen lässt, wenn du müde und ausgelaugt bist?

Alles Liebe,
Kim

Guess, who's back! - Reha und "Ascheregen"

Hallo ihr Lieben,

wow, schon sind vier Wochen wieder im Flug vorbeigegangen und der Alltag hat mich wieder. Vor nicht ganz einer Woche bin ich aus meiner Reha zurückgekehrt. Da ihr ja das ganze letzte Jahr fleißig mitgefiebert habt, wollte ich euch heute quasi noch einmal einen Abschlussbericht geben und euch erzählen, wie es in der Reha gewesen ist. Ich hoffe, dass ich dann auch für mich das Thema hier auf dem Blog endlich abschließen kann und einen neuen Weg zu bloggen finde. Aber dazu gleich mehr.

Perspektiven


Obwohl ich anfangs überhaupt nicht motiviert gewesen bin, eine Reha zu machen, habe ich mich letztendlich für die vierwöchige Reha in Bad Oexen entschieden, die auf junge Erwachsene (18-32) mit onkologischen Erkrankungen ausgelegt ist. Wir waren dort eine Gruppe von 12 Personen, 4 Männer und 8 Frauen, die alle mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Neben einem für eine Reha üblichen Sport- und Therapieprogramm hatten wir auch jede Menge Gruppenaktivitäten und haben viel freie Zeit gemeinsam miteinander verbracht, so dass mir die Leute dort sehr ans Herz gewachsen sind. Durch viele Gespräche habe ich gelernt, dass ich nicht allein mit meiner Erkrankung bin. Es gibt so viele andere junge Leute, denen es so oder sogar noch schlechter geht als mir, und das ist irgendwie beruhigend, denn so sieht man, dass man auch schlimmeres durchstehen kann, ohne die Freude am Leben zu verlieren.

Eine Krebserkrankung ist zu keinem Zeitpunkt im Leben schön, aber gerade wir, die ja nun noch am Anfang ihres Lebens stehen, müssen uns plötzlich damit abfinden, dass die Vision, die wir von unserem Leben hatten, vielleicht nicht mehr realisierbar ist. Sei es nun ein Kinderwunsch, den wir uns vielleicht nur noch durch Adoption erfüllen können, oder ein Beruf, den wir mehr als alles andere lieben und plötzlich nicht mehr ausführen können. Vielleicht zerbrechen Beziehungen an unserer Erkrankung. Vielleicht haben wir nicht einmal richtig angefangen zu arbeiten und merken plötzlich, dass der Weg, den wir einschlagen wollten, nicht mehr der Richtige für uns ist.

Mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung ändert sich die Perspektive, die wir auf unser Leben haben.

Wir ändern uns.

Und in der Reha ist das in Ordnung. In der Reha konnten wir träumen und Pläne schmieden. Da konnten wir so sein, wie wir wirklich sind. Aber jetzt, da wir wieder Zuhause sind, die schützende Seifenblase aufgehoben ist, müssen wir plötzlich wieder funktionieren.

Viele sehen die Reha nicht nur als Abschluss der Akut-Behandlung, sondern auch als Abschluss dieser Krebsgeschichte. Das merke ich, wenn mich die Leute fragen, wie die Reha war und sich dann freuen, dass es mir gut geht, obwohl ich kein Sterbenswörtchen darüber verloren habe, wie es mir geht.

Fürs Mitfiebern mag das vielleicht stimmen, für Außenstehende sicher auch, aber für mich und viele andere Krebspatienten ist es wohl eher so, dass nun der Teil kommt, in dem wir den Schock überwunden haben und anfangen, uns mit unserer Erkrankung wirklich auseinanderzusetzen. Wir wollen jetzt auch mal schwach sein, nach dem wir so lange stark gewesen sind. Wir wollen Schultern haben zum Anlehnen und Herzen, die unsere Träume unterstützen, egal, wie diese auch aussehen mögen.

Neue Wege


Ihr seht, ganz so einfach wird es hier immer noch nicht. All These Special Words passt nicht mehr so richtig zu mir und deshalb fehlt mir die Motivation hier zu schreiben. Ich bin kein Buchblogger, ich bin auch kein Ratgeber für Schreiber. Ich bin jemand, der Worte liebt und einen Platz dafür sucht, seine Liebe auszudrücken. Das funktioniert hier nicht mehr so, wie ich mir das wünsche, und deswegen werde ich in den kommenden Wochen und Monaten einen Weg suchen, meinen Blog so umzustrukturieren, das er wieder zu mir passt. Bis dahin müsst ihr euch wohl noch ein wenig in Geduld üben, und in der Zeit einfach meine beiden Bücher lesen. ;)

"Ascheregen" ist nämlich während meiner Zeit in der Reha auch erschienen (mal ernsthaft: könnt ihr mir nächstes Mal bitte sagen, dass ich eine Veröffentlichung wirklich nur dann machen sollte, wenn ich auch Zeit dafür habe?). Es lässt sich unabhängig von "Love, Kiss, Cliff" lesen, nimmt dann aber einige Handlungen aus dem ersten Teil vorweg.



Wenn ihr eine epub- oder pdf-Datei benötigt, schreibt mir gerne eine kurze Mail an allthesespecialwords@web.de und wir regeln das. Da "Ascheregen" am Kindle Storyteller Wettbewerb teilnimmt, ist es im Moment ja leider nur für den Kindle verfügbar. Und noch ein kleiner Tipp: Das Taschenbuch hat Illustrationen, die ich in der Kindle-Version leider nicht einbinden konnte. Falls ihr also Lust auf ein schön gestaltetes Buch habt, könnte "Ascheregen" vielleicht ein Treffer sein. ;)

Ich freue mich auf eure Kommentare und habe mir ganz fest vorgenommen, endlich auch wieder Antworten zu schreiben. :)

Alles Liebe,
eure Kim. <3


Update | Bestrahlung und Reha - wie es jetzt weitergeht

Hallo ihr Lieben,

meine Güte, die Zeit vergeht manchmal ja wirklich in einem rasenden Tempo. Jetzt habe ich mich schon so lange nicht mehr hier blicken lassen, dass mich das schlechte Gewissen doch noch gepackt hat. Auf literarischer Seite sieht es im Moment auch immer noch mau aus, auch wenn eigentlich noch einige Rezensionen ausstehen, aber dazu kann ich mich im Moment einfach nicht aufraffen. Dafür gibt es auf gesundheitlicher Seite aber Neuigkeiten!

Die Bestrahlung habe ich nun seit zweieinhalb Wochen abgeschlossen. Insgesamt musste ich 28 Mal für ein paar wenige Minuten hin und habe sie sehr gut vertragen. Klar ist die Haut immer noch etwas gereizt (wie nach einem Sonnenbrand) und auch die Brust tut natürlich noch ein bisschen weh, aber sonst kann ich mich wirklich nicht beklagen. Das Schlimmste in dieser Zeit und auch in den Wochen danach war die Müdigkeit und Lustlosigkeit. Während der ersten beiden Wochen habe ich davon kaum etwas gemerkt, aber dann gab es plötzlich Tage, an denen ich fünf Stunden am Stück Mittagsschlaf gemacht habe, weil ich so müde gewesen bin.

In der Zeit fiel es mir auch sehr schwer, mich zu irgendwelchen Dingen aufzuraffen, die ich nicht super gerne mache. Ich habe zwar sehr viel für mein nächstes Buch geschafft, aber alles andere ist (so auch meine beiden Blogs) sind auf der Strecke geblieben. Aber das ist okay, wenn ich aus der Reha zurück bin, wird es vielleicht wieder anders. Dann kehrt vielleicht die Lust zum Bloggen wieder zurück und ich kann mich wieder dazu aufraffen, Rezensionen zu schreiben oder euch Tipps zum Schreiben zu geben.

Am Donnerstag fahre ich dann erstmal in meine vierwöchige Reha nach Bad Oexen. Letztendlich habe ich mich doch nicht fürs Meer entschieden, sondern für die Junge Erwachsene Reha dort, weil ich glaube, dass die Therapieangebote sehr viel besser zu mir passen. Wirklich motiviert bin ich allerdings nicht, da ich vier Wochen als wirklich lang empfinde und die Zeit gerne effektiver nutzen würde. Bescheuert, ich weiß. Mal ganz abgesehen davon mussten wir eine Hochzeitseinladung deshalb ausschlagen und mein Geburtstag fällt auch genau in den Zeitraum. Meine Eltern und mein Freund kommen zwar am nächsten Wochenende zu Besuch, um ihn dort mit mir zu feiern, aber das ist einfach nicht das Gleiche.

Ich denke nicht, dass ich mich während der Reha-Zeit hier melden werde. Am 01.08. erscheint zwar Ascheregen, aber das bekommt ihr dann über meinen anderen Blog www.kimleopold.de oder Facebook mit. Falls nicht, schreibt es euch jetzt (!) in den Kalender. ;) Insgesamt möchte ich die Zeit aber eher nutzen, um mich ein bisschen aus dem Internet rauszuziehen und wirklich nur das Nötigste machen, um mein Buch zu vermarkten. :)

Ich melde mich bei euch, wenn ich wieder zurück bin und weiß, wie es hier weiter geht!

Alles Liebe und einen wundervollen Sommer!
Kim